Ignaz Britschgi

Fundstücke I


80 Seiten in englischer Broschur,
Sarnen, St. Antoni; Kerns: St. Katharina & Kerns, St. Niklausen

Format 26,5 x 20 cm, 140 Farb-Abbn., mit 2 Einlagen "Der Heiligenhimmel von St. Niklausen"

 Home
(löscht alle Eingaben im Warenkorb)
Stiftung | Kontakt

Publikationen | Warenkorb | Links  News
.

Jetzt bestellen

Ex.

ISBN 3-905425-13-0 Preis:   sFr.24.-

Fundstücke 1

In der Obwaldner Kulturlandschaft

Aus dem Vorwort von Prof. Dr. Christoph Eggenberger:
Die Kapellen Obwaldens sind Juwelen inmitten einer "Sakrallandschaft" und St. Niklausen ist einzigartig, unvergleichlich und von Weltrang.

 

Die Kirche St. Niklausen und ihre künstlerische Ausstattung behält aber einen menschlichen Massstab, dessen innere Grösse an Bruder Klaus zu messen ist. Er hat die gotischen Wandmalereien aus dem dritten Viertel des 14. Jahrhunderts in ihrem ursprünglich Glanz gesehen und liess sich von ihnen in seinen Meditationen leiten. Er sah, wir sehen die Legende des hl. Nikolaus von Myra, die Passion Christi und an der Ostwand das Jüngste Gericht. Vielleicht ist es ja die Kraft dieser Bilder, woran man sich dreihundert Jahre später stiess. .

Die Kapelle St. Niklausen steht auch als Zeichen des Ikonoklasmus da, als Zeugnis der sich wandelnden Einstellung zu den Bildern und als Beleg der Zerstörung von Bildwerken.

Was im 17. Jahrhundert störte, war wohl weniger das Bild, der Blick auf die gotischen Fresken als solches, als das direkt zum gläubigen Betrachter sprechende Bild.

Die barocke Bilderdecke von 1704 - im Chor und speziell im Schiff - verlagerte sich ganz auf die Betonung der Vermittlung, auf die Darstellung von Heiligen und die Darstellung ihrer Symbole, die in Gruppen organisiert, in Medaillons, in Vierpässe und Rhomben gesetzt wurden. Sie sind gedacht als Symbole der Heilsgeschichte. Zwei äussere Reihen beschreiben zudem, wie das Paradies verloren und das Paradies wiedergewonnen wurde . Der Mensch soll sich mit Hilfe der Heiligen des Heils vergewissern.

Was wir heute zusammensehen, war nicht als Einheit gedacht; bevor die barocken Maler die Decke bearbeiteten, wurden die gotischen Wandmalereien übertüncht. St. Niklausen ist heute als ein Gesamtkunstwerk zu erleben, als lebendiger Organismus, der sich bis in unsere Tage entwickelt. Jo Achermann fühlte sich bei der Gestaltung der liturgischen Orte in die reiche Geschichte der Kirche ein, ohne anpasserisch leisezutreten.

 

011_11.JPG (67108 Byte)


Es gibt auch in der Nähe Kulturräume zu entdecken; abseits stehende, vom lauten Kulturbetrieb 'vergessene' Aussen- und Innenräume. Obwalden bietet eine für viele zu entdeckende Vielfalt an Kulturdenkmälern. Seien es die hier vorgestellten 'kleineren' Kapellen in Sarnen und Kerns oder den über Jahrhunderte hinweg fast überreich, verschwenderisch ausgestatteten Kirchenraum in St. Niklausen.

Hier kann sich der Mensch als ein zwar kleines, aber unverwechselbares Teilchen der Heilsgeschichte wohl fühlen, wie das an vielen Orten von religiöser Bedeutung möglich ist - sei dies in Rom, in Damaskus, in Jerusalem, in Aachen oder in Chartres. Er kann in Chartres eintauchen ins grosse Labyrinth des Lebens und in das Wasser der Erlösung, des seit keltischen Zeiten genutzten, reinigenden und heilenden Wassers aus geweihter Quelle.

Auch St. Niklausen ist ein Kulturdenkmal von Weltrang und seine ungeklärt magisch' mythischen Elemente laden ein zur Meditation.

zurück an den Seitenanfang
Home | Stiftung | Kontakt | Publikationen | Warenkorb | Links | News