Eugen Bollin, Magdalena Markus Britschgi

Eugen Bollin
Magdalena

Zeichnungen

Format 26,5 x 20cm, Hardcover gebunden,
Werkdruckpapier EOS, 84 Seiten,
16 Farbtafeln und 43 Duotone-Abbildungen


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ISBN 3-905425-08-4 Preis:  sFr.45.--

"Magdalena ist die Personifikation der Liebe, der Fürsorge, der Caritas, der Sinnlichkeit und gleichzeitig des innigsten, gelebten Glaubens. Die herrliche Klosterkirche Sainte-Madeleine in Vézelay im Burgund ist das zeitlose, grossartige Zeichen in schönster romanischer Architektur und Skulptur für diese wunderbare Frau. Der Nobelpreisträger José Saramago setzt ihr in seinem Roman "Das Evangelium nach Jesus Christus" ein ergreifendes literarisches Denkmal. Und nun blickt Pater Eugen Bollin, der weltgewandte Benediktinermönch, auf diese Frau und fängt sie, ihr Sehen, ihr Leiden, ihren Glauben, mit ein paar sicher hingeworfenen, kräftigen Strichen ein. Alles ist eingefangen, nichts ist explizit ausgeführt. Das Auge der Betrachterin / des Betrachters ist gefordert, nicht überfordert, muss sich den eigenen Weg bahnen, sich Zeit lassen, um zum Kern der Bildaussage zu gelangen. Kurz, die Zeichnungen sind hohe Kunst im so schwierigen Grenzgebiet zwischen Figürlichkeit, Expression und Abstraktion. Eugen Bollin beherrscht diese Klaviatur wie nur wenige Künstlerinnen und Künstler heute." 

Christoph Eggenberger  Magdalena, 2000, Bleistift auf Papier

 

Eine klagende, weinende, schmerzdurchdrungene Magdalena sucht in den Zeichnungen Bollins das Holz des Todes. In zupackender Emotion wird eine Frau, die für den Menschen im Allgemeinen steht - dem Schmerz sich ergebend, ihm unterliegend - in den Brennpunkt einer aktuellen Untersuchung genommen. Zunächst noch erscheint Maria Magdalena in der erspürten Dualität der Figur, gestaltet im Hell und Dunkel, gezeichnet als Person, welche die Dualität der Beziehung Magdalena-Christus, der Polaritäten: Mann-Frau, Liebe-Eros, Verschwendung-Absage an die Welt intensiv lebte.

Mit Bollins Konzentration auf die Figur der Magdalena einher ging auch die Abkehr vom Erzählen mit langem Atem. Oft gehörte Texte und oft gesehene Bilder werden radikal beiseite geschoben. Aus der Arbeit mit einer Bilderfolge, von in Holz geschnittenen Gleichnissen herausgewachsen, überführt er Magdalena an seinen Ort der Passion.

Magdalena, 2000, Bleistift auf Papier

Eugen Bollin, 1999 ausgezeichnet als Kulturpreisträger des Kantons Obwalden, ist seit langen Jahren als Chronist des Alltags im Kloster und in der Welt tätig. Das Leben in seiner ganzen Bandbreite führt den Künstler immer wieder zu für den Betrachter unerwarteten neuen Zyklen und Bildserien.

Ausgehend vom Altarbild: "Christus am Kreuz" von J. M. Wyrsch in Grafenort, schuf Eugen Bollin zwischen Juli und Oktober 1999 den Zyklus "Magdalena", als Zeichenfolge in 53 Blättern. Kreuz- und Begleitfiguren sind aus den Bildräumen Bollins entlassen. In der Zeichenfolge findet die Passion im Klosterhof Engelberg eine neue Heimat. Es entsteht ein stummer Dialog mit dem Ort.

Magdalena, 2000, Bleistift auf Papier

Wieder beobachtet der Zeichner und Maler Menschen und Ereignisse vor Ort. Spiegelt sie in der Figur Magdalena. Bollin ist ein Beobachter, der sich einmischt, am Leben teilnimmt. Der Zeichner nähert sich dem Alltag, wie es schon die Malermönche der romanischen Zeit getan hatten. Wie diese nahm er sich der einfachsten Dinge an. Er sieht Vögel im Klosterhof, er beobachtet ihren Flug, horcht ihren Stimmen. Er setzt dieses Erleben in seine Bilder um, die realistisch, aber auch phantastisch vom Motiv gelöst, sich laufend verwandeln. In den verschiedenen Denkräumen ist der Malermönch wie in virtuellen Räumen gleichzeitig unterwegs. Als malender Dichter, als schreibender Zeichner. Im wiederholten Kreisen um einen oft realistischen Kern, festigt Bollin seine Bildsprache. Seine Motive entstehen oft an Reibungen mit dem Alltag und harren danach einer ständigen Aktualisierung.

 

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